Die Entstehung des Lichterbogens
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- Kategorie: Lichterbogen
- Veröffentlicht am Donnerstag, 03 Februar 2011 15:03
- Geschrieben von Germar Geiler
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Ein unvergeßliches Erlebnis im Erzgebirge zur Adventszeit, ist ein Spaziergang bei knirschendem Schnee und wirbelnden Flocken. Wenn einem der eisige Wind genug ins Gesicht geblasen hat, man auf dem Heimweg ist, sieht man schon von weiten den Lichterbogen oder Schwibbogen im heimischen Fenster. Der Ort wo heißer Kaffee und Stollen warten.
Die ersten Lichterbogen oder Schwibbögen wurden ca. 1720 aus Schwarzblech geschmiedet. Die Gestaltungsvarianten von Lichterbogen kann man fast als grenzenlos bezeichnen. Sie beinhalten im wesentlichen: kursächsische oder bergmännische Wappen, Bergleute, religiöse Themen und Symbole, schwebende Engel, örtliche Landschaften, Motive einheimischer Spielzeugmacher, Klöpplerinnen, Schnitzer, dörfliche Szenen mit Bergkirche, Häusern und Kurrendefiguren. Die größten Lichterbogen sind fast 7m lang, die Kleinsten passen in Zündholzschachteln.
Die Bezeichnung Schwibbogen lehnt sich möglicherweise an den architektonischen Begriff der Gotik an, den Schwebebogen zwischen zwei Mauern stehend und von diesen gestützt. Der Erzählung nach könnten mit der Gestalt des Schwibbogens auch die brennenden Grubenlampen der Bergleute, halbkreisförmig, um das Stollenmundloch am „Zechenheiligabend", angedeutet sein.
Lichterbogen oder Schwibbogen aus dem Erzgebirge bei Erzgebirgsvolkskunst

